"Lehrkräftebildung gemeinsam gestalten" - Digitales Austauschformat (11/2020)

Auf Basis der eingereichten Foren und Workshops für den ursprünglich geplanten Termin des Programmkongresses findet am 3. und 4. November 2020 ein online-basiertes Austauschformat zum fachlichen Dialog der geförderten Projekte statt. Die Online-Sessions werden von den jeweiligen Hochschulen in Eigenverantwortung durchgeführt. Für dieses außerordentliche Engagement danken das BMBF und der DLR Projektträger den beteiligten Projekten ganz besonders.

Austauschforum bei der Netzwerktagung der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" im November 2019

Austauschforum bei der Netzwerktagung der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" im November 2019

© BMBF/Armin Höhner

"Lehrkräftebildung gemeinsam gestalten" – um den fachlichen Dialog auch in diesen außergewöhnlichen Zeiten zu ermöglichen, findet am 3. und 4. November 2020 das digitale Austauschformat der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" statt.
Am 3. November 2020 wird ein Spektrum an Kooperationsformen und -partnerschaften der Lehrkräftebildung vorgestellt sowie Herausforderungen und Lösungsansätze gemeinsamer Arbeit diskutiert. Am 4. November 2020 widmen sich sieben Sessions aktuellen Themen der Lehrkräftebildung.

Alle Sessions finden in Eigenregie der genannten Projekte statt. Die Anmeldung erfolgt direkt bei den verantwortlichen Organisatoren der Sessions über die jeweils angegebenen Kontaktdaten.

Eine Programmübersicht können Sie im rechten Bereich herunterladen.

Weitere detailiierte Informationen zum Inhalt und zur Anmeldung der einzelnen Sessions finden Sie folgend (wird laufend aktualisiert):

 

3. November 2020
"Kooperationen im Fokus"

Slot 1
09:30 bis 12:00 Uhr

Session 1: Mehrebenenprojekte von Anfang an?

Herausforderungen der phasen- und disziplinenübergreifenden Abstimmung

Das Verbundprojekt „Communities of Practice NRW - für eine Innovative Lehrerbildung“ (ComeIn) umfasst alle zwölf lehrerbildenden Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen und kooperiert mit den öffentlichen Institutionen der Lehreraus- und -fortbildung. Ziel ist die Förderung digitalisierungsbezogener Kompetenzen in allen drei Phasen der Lehrerbildung. Ergebnisse des 2020 gestarteten Projektes liegen noch nicht vor, aber die Verbundarchitektur greift allgemeine Herausforderungen für QLB-Projekte bezüglich Dialog, Kommunikation, Vernetzung und Kooperation auf. Diese werden nach einer gemeinsamen Einführung an fünf parallel stattfindenden, „digitalen“ Thementischen erörtert: divergente Orientierungsrahmen (1), Qualitätsmanagement (2) und Medienbezogene Schulentwicklung (3) in komplexen Mehrebensystemen, Vernetzung zwischen Hochschulen, Landesministerien und weiteren Aus-und Fortbildungsinstitutionen (4),  und Verknüpfung mit übergreifenden Strategien am Beispiel der Digitalisierungsstrategien der Hochschulen (5).

Weitere Informationen finden Sie (ab 14.09.2020) auf dieser Website, auf der Sie sich dann auch anmelden können: https://www.uni-due.de/comein/QLb2020

Verantwortliche Personen:
Heike M. Buhl, Prof. Dr., Professorin für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie unter Berücksichtigung der Geschlechterforschung an der Universität Paderborn.
Anschrift: Universität Paderborn, Warburger Str. 100, 33098 Paderborn, E-Mail: heike.buhl@upb.de

Bardo Herzig, Prof. Dr., Professor für Allgemeine Didaktik und Schulpädagogik unter Berücksichtigung der Medienpädagogik an der Universität Paderborn und Direktor des Zentrums für Bildungsforschung und Lehrerbildung (PLAZ-Professional School).
Anschrift: Universität Paderborn, Warburger Str. 100, 33098 Paderborn, E-Mail: bardo.herzig@uni-paderborn.de

Simon Görtz, Dr., Dipl. Math., Dezernent für Studium, Lehre und Qualitätsmanagement an der Bergischen Universität Wuppertal.
Anschrift: Bergische Universität Wuppertal, Gaußstraße 20, 42119 Wuppertal, E-Mail: sgoertz@uni-wuppertal.de

Schulze, Johanna, Master of Education. “Innovationsstelle“ Medienbezogene Schulentwicklung' (MeSE) – Leitung: Prof. Dr. Birgit Eickelmann und Prof. Dr. Bardo Herzig,
Anschrift: Universität Paderborn, Warburger Str. 100, 33098 Paderborn, E-Mail: Johanna Schulze schulzej@mail.upb.de

Tobinski, David, Dr.
Anschrift: Universität Duisburg-Essen, Universitätsstr. 15, 45141 Essen, E-Mail: david.tobinski@uni-due.de

Die Einführungs- und Abschlussrunde erfolgt unter Beteiligung von Ulrich Janzen, Qualitäts- und UnterstützungsAgentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LiS); MR Bernd Müller, Lehrerfortbildung und Qualifizierung im Schulwesen im Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen; Ingo Schaub, Direktor des Zentrums für schulpraktische Lehrerausbildung Köln.

Organisation:
Günther Wolfswinkler, Dr.,
Leiter Ressort Professionsentwicklung im Zentrum für Lehrerbildung der Universität Duisburg-Essen, Koordinator des Projekts „Professionalisierung für Vielfalt“ (ProViel) im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung von Bund und Ländern.
Anschrift: Universität Duisburg-Essen, Universitätsstr. 15, 45141 Essen,
E-Mail: guenther.wolfswinkler@uni-due.de

Session 2: (Campus-)Schulnetzwerke als Zukunftsperspektive der Lehrkräftebildung

Der Online-Workshop beleuchtet die Chancen von (Campus-)Schulnetzwerken als Zukunftsperspektive der Lehrkräftebildung. Durch einen Impulsvortrag von Jun. Prof. Dr. Rebecca Lazarides werden die wissenschaftlichen und empirischen Grundlagen von schulischen Netzwerken in der Bildungslandschaft vorgestellt und durch standortspezifische Umsetzungen aus Köln und Potsdam konkretisiert. Anschließend soll der inhaltliche Input in Austauschphasen genutzt werden, um gemeinsam zu diskutieren, inwiefern lebenslanges Lernen und phasenübergreifende Kooperation (u. a. durch (Campus-)Schulnetzwerke) gestärkt werden können.
Ziel ist es, Ideen für die Lehrkräftebildung zu sammeln und weiterzuentwickeln. Die Arbeitsphase wird durch digitale Tools unterstützt, die einen zielgerichteten Austausch der Teilnehmenden sowie eine nachhaltige Ergebnissicherung gewährleisten. Der Workshop findet im Onlinekonferenztool Zoom statt.

Ansprechpartnerin:
Lisa Lemke 
Koordinatorin Schulnetzwerk im Zentrum für LehrerInnenbildung (ZfL) der Universität zu Köln
lemke.lisa@uni-koeln.deundefined
Tel.: 0221-470-1884

Anmeldung zur Veranstaltung unter zfl-schulnetzwerk@uni-koeln.de

Teilnehmende Projekte:
Schulnetzwerk im ZfL der Universität zu Köln
Campusschulnetzwerk Universität Potsdam

Beteiligte:
Lisa Lemke, Koordinatorin Schulnetzwerk im ZfL, Akademische Rätin a. Z., Gymnasial- und Gesamtschullehrerin, Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln
Dorothea Körner, Projektkoordination Projekt „Campusschulen“, Promotionsvorhaben innerhalb des Projekts, Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung, Universität Potsdam
Prof. Dr. Rebecca Lazarides, Juniorprofessur für Schulpädagogische m.d.S. Schul- und Unterrichtsentwicklung, Universität Potsdam
Isabell Hußner, Lehrstuhl für Schulpädagogik m.d.S. Schul- und Unterrichtsentwicklung, Universität Potsdam
Donald Hemker, Visual Facilitator, Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln
Noemi Zachowski, Studentische Mitarbeiterin im Team Praxisphasen, Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln

Session 3: Hochschulübergreifende Kooperationen im Bereich E-Learning

Der Einsatz digitaler Medien ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit in hochschulübergreifenden Kooperationen. Die Entwicklung und Implementation digitaler Innovationen für die Lehrkräftebildung– wie das durch die QLB geförderte Plugin „eKEP“ (elektronisches Kompetenzentwicklungs-Portfolio) – sind selten von einer Hochschule allein zu stemmen. Eine hochschulübergreifende Kooperation bietet zahlreiche Vorteile: Ressourcen werden gebündelt, Know How transferiert, und das Ergebnis steht allen Kooperationspartner*innen zur Verfügung. Hochschulübergreifende Kooperationen können ein wichtiger Beschleuniger sein.
Das Forum thematisiert in diesem Zusammenhang Hürden und Gelingensbedingungen. Es werden die Erfahrungen universitärer Einrichtungen bei der (Weiter-)Entwicklung und Implementierung des eKEP herangezogen, das perspektivisch dauerhaft in den Kern des an fast jeder dritten Universität in Deutschland genutzten Campus- und Lernmanagementsystems Stud.IP integriert werden soll.

Mitwirkende/ Verantwortliche:
Prof. Dr. Yvette Völschow (Forumsleitung), Professorin für Sozial- und Erziehungswissenschaften der Universität Vechta und Leiterin der Arbeitsstelle für Reflexive Person- und Organisationsentwicklung sowie des (2016-2019) QLB geförderten BRIDGES Teilprojektes II „Selbstreflexion und Beratung im Lehramtsstudium“ und des BRIDGES Bausteines 3 „Phasenübergreifende Implementierung des Vechtaer eKEP“ (2019-2023)
Alex Beste, Lehrkraft für besondere Aufgaben, Designpädagogik Universität Vechta, Digital-Lotse in interdisziplinären Projekten
Stefanie Brunner, Projekt BRIDGES/ QLB: Projektkoordinatorin, Universität Vechta; Projekt eCULT+/ QPL: didaktische Weiterentwicklung eLearning/ Stud.IP, Universität Oldenburg
Peter England, eCULT+/Qualitätspakt Lehre: Verbundkoordinator, Universität Oldenburg
Till Glöggler, leitender Entwickler beim ELAN e.V./virtUOS, Universität Osnabrück

Kontakt und Anmeldung:
eportfolio@uni-vechta.de

Genutztes Online-Tool und Zahl der Teilnehmenden:
Big Blue Button
max. 50 Personen

Slot 2
13:00 bis 15:30 Uhr

Session 4: Multiprofessionelle Kooperation will gelernt sein! Standortübergreifende Netzwerkarbeit zur Stärkung einer kooperationssensiblen Hochschuldidaktik

Multiprofessionelle Kooperation wird u.a. als Gelingensbedingung für Inklusion und Ganztagsschule gehandelt. Pädagogische Akteure und Akteurinnen sollen Herausforderungen gemeinsam begegnen, als Team agieren und sich gegenseitig unterstützen, was diverse Herausforderungen beinhaltet. Die gegenseitige Anerkennung steigt jedoch mit dem Grad der Informiertheit über die jeweiligen Erziehungsziele und Verantwortungsbereiche. Daher werden aktuell in der Lehrerbildung professionsübergreifende Lehr-/Lernkonzepte konzipiert, implementiert und evaluiert, u.a. an den Universitäten Kassel und Bielefeld. Zum Austausch und gemeinsamer konzeptioneller Arbeit wurde auf Initiative der Universität Kassel das Expert*innennetzwerk Multiprofessionelle Kooperation gegründet. Im Rahmen der Veranstaltung wird das Netzwerk präsentiert und weiteren Hochschulen der Qualitätsoffensive die Beteiligung ermöglicht. Die Veranstaltung dient der Diskussion von Konzepten und Erfahrungen zu kooperationssensibler Hochschuldidaktik.

Beteiligte:

Standort

Projekt

Teilprojekt

Akteur*innen

Universität
Kassel

PRONET²

P24: Multiprofessionelle Teams in Ganztagsschulen (MuTiG)

Prof. Dr. Natalie Fischer*, Teilprojektleiterin

Prof. Dr. Hans Peter Kuhn, Teilprojektleiter

Lea Stahl, Wiss. Mitarbeiterin

Universität
Bielefeld

BiProfessional

TM15: Multiprofessionelle Kooperation
in inklusiven Ganztagsschulen

Prof. Dr. Oliver Böhm-Kasper*, Teilprojektleiter

Alessa Schuldt, Wiss. Mitarbeiterin

Anmerkung.   * Leitung/Moderation des Austauschforums. 
Ansprechpartnerin ist Natalie Fischer (Mail: natalie.fischer@uni-kassel.de, Tel.: 0561 804-3628).

Anmeldung:
Bitte melden Sie sich bis zum 15. Oktober 2020 per Email bei Frau Schuldt unter alessa.schuldt@uni-bielefeld.de an. Teilnehmende mit thematisch passenden Forschungs- und Lehrprojekten werden im Vorfeld gebeten, einen Steckbrief zu ihren Lernumgebungen/Projekten auszufüllen. Dazu erhalten Sie nach Anmeldung ein entsprechendes Formular.

Tool/Teilnehmende
Das Austauschforum wird in Zoom ggf. mit Breakout-Sessions organisiert. Bis zu 30 Teilnehmende erhalten in der zweiten Oktoberhälfte per Email einen Link zur Einwahl.

Session 5: Core Practices als hochschuldidaktisches Strukturierungsprinzip zur Vernetzung von Theorie und Praxis?

Die Entwicklung von professioneller Kompetenz stellt das übergreifende Ziel der gesamten Lehrkräftebildung dar. Anhand von sogenannten CP, wiederkehrenden professionellen Aktivitäten, können Studierende in einem komplexitätsreduzierten Umfeld unter Anleitung und Rückbezug auf universitäres Wissen Praktiken einüben, die sich aus typischen Situationen des professionellen Lehrkräftehandelns ergeben. CP können somit als ein übergreifendes Konzept angesehen werden, das kohärent Theorie und Praxis verzahnen kann.
Die Arbeit mit CP bedeutet eine curriculare Reorganisation universitärer Inhalte, hierbei sind drei Schlüsselkonzepte zentral decompositions, representations, approximations to practice.
Im Workshop soll das Konzept der CP vorgestellt und anschließend Ansätze zur möglichen Weiterarbeit beispielhaft für die Themenfelder a) „CP Leseförderung“, b) „CP Klassenführung“, c) „CP im Third Space?“ entwickelt werden. Gemeinsam werden abschließend übergreifende Aspekte der CP für die Lehrerbildung konkretisiert.

Mitwirkende:
Prof. Dr. Thilo Kleickmann und Dr. Lena Rösler, Christian-Albrechts–Universität zu Kiel
Prof. Dr. Marc Kleinknecht, Leuphana Universität Lüneburg
Prof. Dr. Katharina Müller und Madlena Kirchhoff, Leibniz Universität Hannover
Prof. Dr. Matthias Nückles, Prof. Dr. Thamar Voss und Prof. Dr. Jörg Wittwer, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Dr. Judith Schellenbach-Zell und Dr. Antje Wehner, Bergische Universität Wuppertal

Kontakt:
Dr. Antje Wehner, Projektkoordinatorin „Kohärenz in der Lehrerbildung (KoLBi)“, Bergische Universität Wuppertal, wehner@uni-wuppertal.de

Anmeldung
Bitte melden Sie sich per Mail bis zum 16. Oktober unter folgender E-Mailadresse an: kolbi@uni-wuppertal.de

Tool:
Der Workshop wird über Zoom stattfinden.

Session 6: Lehrerbildung an Hochschulen als aktivierendes Moment in der Forschung?

Trotz der Erhöhung der Sichtbarkeit, die die Lehrerbildung erfahren hat, scheint es nach wie vor schwierig zu sein, die Fachwissenschaften nachhaltig für die Lehrerbildung zu gewinnen, vor allem mit Blick auf Forschungsvorhaben. Wir werden uns darüber austauschen, wie wir seitens der Projekte Forschungen initiieren und unterstützen können, die fachwissenschaftlich attraktiv und im Kontext von Schule und Lehrerbildung thematisch anschlussfähig sind. Dabei wollen wir einen Zugang über Themen versuchen, die interdisziplinäres Potential aufweisen. Wir möchten die damit verbundenen Erfahrungen teilen, Herausforderungen thematisieren und Lösungsansätzen diskutieren. Welche Konzepte helfen, Fachwissenschaftlerinnen und Fachwissenschaftler sowie Fachdidaktikerinnen und Fachdidaktiker in Kontakt zu bringen? Inwiefern kann Lehrerbildung als Fokus für Aktivitäten wirken? Wie können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anderen Akteuren in Lehrerbildung und Schule so begegnen, dass letztere bereit sind, an Forschungsprojekten mitzuwirken?

Vorgehensweise:
Als Veranstaltungsformat streben wir ein möglichst partizipatives Vorgehen an, in dem der Austausch im Vordergrund steht. Die Organisierenden werden das Forum durch einen kurzen Input einleiten und dann nach einer kurzen Themensammlung rund eine Stunde in kleineren Gruppen von 20 bis 40 Personen arbeiten. Die Ergebnisse sollen dann wieder zusammengeführt und präsentiert werden.

Dafür werden wir heiConf, die Konferenzplattform der Universität Heidelberg (basierend auf BigBlueButton), nutzen, um die Teilnehmenden zu begrüßen, Ideen zu sammeln und einen gemeinsamen Abschluss zu finden sowie die Gruppenzuteilungen vorzunehmen. Flinga dient als Plattform für die Gruppensessions. Eine Registrierung für die Teilnehmenden ist hier nicht erforderlich. Auch sonst ist die Plattform niedrigschwellig. Für die Dokumentation der Ergebnisse nutzen wir heiBox, die Cloud der Universität Heidelberg (Ordner können hier auch für Externe geöffnet werden). Eine Beteiligung von bis zu 50 Personen ist problemlos möglich, bei einer höheren Zahl müsste in der Gesamtgruppe wohl auf (allgemeines) Video verzichtet werden.

Mitwirkende:
Prof. Dr. Michal Haus, heiEDUACTION 2.1, Universität Heidelberg
Prof. Dr. Andreas Borowski, PSI-Potsdam, Universität Potsdam
Dr. Kinga Golus/Prof. Dr. Ralf Stöcker, BiProfessional, Universität Bielefeld

Ansprechperson:
Prof. Dr. Michael Haus
michael.haus@ipw.uni-heidelberg.de

Slot 3
16:00 bis 18:30 Uhr

Session 7: Herausforderung QLB-Projekt Koordination –
Kooperation im Fokus

Das Netzwerk der Koordinatorinnen und Koordinatoren der QLB-geförderten Projekte in Hessen und Mainz stellt spezifische Themen und Herausforderungen der Projektkoordination zur Diskussion. Ziel der Session ist es, dazu beizutragen, dass alle QLB-Projekte - insbesondere die neu gestarteten – profitieren, da mögliche Problemfelder und Herausforderungen antizipiert werden können. Darüber hinaus bietet die Session ein Forum für den Start potenzieller Vernetzungsinitiativen.
Im Plenum werden zunächst die aus den Protokollen der Netzwerktreffen systematisch erarbeiteten Themen und Herausforderungen der Projektkoordination sowie die Potentiale, die die Vernetzung hier bietet, aufgezeigt. Anschließend haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in einem der beiden Workshops „Projektsteuerung und Berichtswesen/Qualitätssicherung“ oder „Projektübergreifende Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit“ vertiefend auszutauschen. Den Abschluss der Session bilden ein Resümee und Feedback der Teilnehmenden.

Verantwortliche:
Michael Enders, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Dr. Yvonne Bachmann, TU Darmstadt

Mitwirkende:
Dr. Johannes Appel und Dr. Annika Kreft, Goethe-Universität Frankfurt
Martin Reinert und Lea Steinfeld, Justus-Liebig-Universität Gießen
Claudia Kliefoth, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Christine Göke, Universität Kassel
Asja Lengler, Philipps-Universität Marburg

Anmeldungen für die Session bitte bis zum 15.10.2020 an:
Michael Enders
Projektkoordination LLF
Jakob-Welder-Weg 20
55128 Mainz
Tel.: 06131-39-20890
enders@zfl.uni-mainz.de



4. November 2020
"Lehrkräftebildung aktuell"

Slot 1
09:30 bis 12:00 Uhr

Session 1: Institutionalisierung der Lehrerbildung:
Good Practice, institutionelle Grenzen, offene Potenziale

Im Mittelpunkt der Session stehen die institutionellen Merkmale der Einrichtungen der Lehrerbildung, sei es als Zentrum für Lehrerbildung, als School of Education oder innerhalb einer fakultären Strukturen. Erstens werden Ergebnisse einer Analyse von Hochschulgesetzen verschiedener Bundesländer mit Blick auf die Thematisierung institutioneller Merkmale dargestellt. Zweitens erfolgen vertiefende Analysen zweier Volluniversitäten (Bielefeld und Dresden) innerhalb unterschiedlicher institutioneller und länderspezifischer Bedingungen. Drittens wird die Perspektive eines Vertreters eines Wissenschaftsministeriums dargelegt. Die Zielsetzung liegt darin herauszuarbeiten, unter welchen gesetzlichen und institutionellen Bedingungen Lehrerbildung wirkmächtig gestaltet und entwickelt werden kann.

Mitwirkende/Verantwortliche:
Prof. Dr. Eva Arnold, Universität Hamburg
Dr. Nina Beck, Universität Tübingen
Prof. Dr. Thorsten Bohl, Universität Tübingen
Prof. Dr. Peter Drewek, Karlsruhe
Prof. Dr. Claudia Nerdel, Technische Universität München
Prof. Dr. Axel Gehrmann, Technische Universität Dresden
Prof. Dr. Martin Heinrich, Universität Bielefeld
Prof. Dr. Katja Koch, Technische Universität Braunschweig
MR Christof Schiene, Ministerium für Wissenschaft und Kultur Niedersachsen

Ansprechpersonen:
Prof. Dr. Thorsten Bohl (leitung@tuese.uni-tuebingen.de) und Dr. Nina Beck (nina.beck@uni-tuebingen.de)
 

Session 2: Medienkompetenzen und Umgang mit digitalen Medien - Wie können medienbezogene Kompetenzen von Lehrpersonen effektiv gefördert werden?  

Die lernwirksame Nutzung digitaler Medien im Unterricht wird derzeit als eine der zentralen gesellschaftlichen Herausforderungen diskutiert. Neben der technischen Ausstattung von Schulen bedarf es sehr gut ausgebildeter Lehrpersonen, die die didaktischen Potenzi­ale digitaler Medien für die Gestal­tung medienbasierter Lehr-Lernszenarien nutzen und kritisch reflektieren können. Bisherige Ansätze der digitalisierungsbezogenen Aus- und Fortbildungsprogrammen liegen jedoch eher fragmentiert vor und sind kaum systematisch untersucht oder evaluiert. Vor diesem Hintergrund wurden fünf Standorte angefragt, ihre Digitalisierungskonzepte für die Lehrerbildung sowie die systematische Begleitforschung vorzustellen. Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Standorte, z.B. involvierte Fachbereiche, bilden dabei die Breite der deutschen Hochschullandschaft ab und erlauben, innovative Erkenntnisse und transferierbare Implementationen digitalisierungsbezogener Aus- und Fortbildungsprogramme zu generieren.

Mitwirkende Standorte und Verantwortliche:

Standort/Typ

Schwerpunkt in der Lehramtsausbildung

Digitalisierungskonzept

Personen

Tübingen School of Education

Volluniversität

Sekundarbereich, Fortbildung von Lehrpersonen

Etablierung eines Zentrums Digitalisierung in der Lehrerbildung mit drei Transferbereichen: Translation und Transformation, Lehrerbildung 1. Phase, Fort- und Weiterbildung

Jun.-Prof. Dr. Andreas Lachner [Leitung],

Ulrike Franke [Moderation]

Heidelberg School of Education

Verbund

Sekundarbereich

Einrichtung dezentral-vernetzer „HSE Teaching and Learning Labs“ zur Stärkung der Digitalisierung am LB-Standort HD; HSE-Zusatzqualifikation „Informations- und Medienkompetenz“ für Studierende und Lehrpersonen; „Digital Mentors Initiative“ für Hochschullehrende.

Prof. Dr. Michael Haus, Sergej Gil

Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Pädagogische Hochschule

Primar- und Sekundarbereich I

Integration fachspezifischer digitaler Lehr-Lern-Konzepte in das digitale Gesamtkonzept der PH Karlsruhe zur Weiterentwicklung und Evaluation digitalisierungsbezogener Kompetenzen bei Lehramtsstudierenden.

Jun.-Prof. Dr. Olga Kunina-Habenicht,

Jun.-Prof. Dr. Bernhard Standl

Stiftung Universität Hildesheim

Stiftungsuniversität mit Schwerpunkt Lehrerbildung

Primar- und Sekundarbereich I

Curriculare Bausteine für Lehrveranstaltungen zur Vorbereitung von Praxisphasen auf der Grundlage videographisch dokumentierter modellhafter Unterrichtssequenzen mit Digitalisierungsbezug.

Prof. Dr. Christof Wecker, Nicoletta Bürger

TU Kaiserslautern

Technische Universität mit Schwerpunkt MINT

Sekundarbereich

Weiterentwicklung eines phasenübergreifenden Professionalisierungskonzept zum Lehren und Lernen mit digitalen Medien mit den Bereichen Unterrichts- und Ausbildungs­konzepte sowie Fort- und Weiter­bildung.

Prof. Dr. Jochen Kuhn,

Sebastian Becker

Kontaktdaten der Ansprechpersonen:
Leitung:
Jun.-Prof. Dr. Andreas Lachner
andreas.lachner@uni-tuebingen.de
Tel.: +49 (0)7071-29-77454

Moderation:
Ulrike Franke
ulrike.franke@uni-tuebingen.de
Tel.: +49 (0)7071-29-75645

Für Anmeldungen zur Session bitte diesen Kontakt verwenden:
Frau Eszter Stuber
eszter.stuber@uni-tuebingen.de
Tel.: +49 (0)7071-29-77531

Ablauf der Session und verwendete Tools:

Es ist folgender Ablauf vorgesehen:

Zeit (in Minuten)

Zeit

10

Einführung und theoretische Rahmung (Jun.-Prof. Dr. Andreas Lachner)

Vorstellung der einzelnen Projekte (15 Minuten Vorstellung, 5 Minuten Diskussion)

20

Heidelberg School of Education

20

Pädagogische Hochschule Karlsruhe

20

Stiftung Universität Hildesheim

20

TU Kaiserslautern

20

Tübingen School of Education

35

Diskussion der Ergebnisse sowie möglicher Transfer auf andere Standorte

145 (2h 25 Min)

Die Session ist als interaktives Veranstaltungsformat konzipiert. Um die Teilhabe der Zuschauenden zu erhöhen, werden Audience-Response-Systeme genutzt. Diese erlauben, individuelle Fragen in die Diskussion zu geben bzw. eigene Erfahrungen einzubringen.

Für die Online-Präsentation wird das Tool ZOOM verwendet. Es wird ein passwortgeschützter Online-Meetingraum zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmerzahl ist unbegrenzt.

Session 3: Sinnstiftung durch Vernetzung – Vernetzung fachlichen, fachdidaktischen und unterrichtspraktischen Wissens am Beispiel des Bereichs Mathematik an der Universität Kassel

Im Lehramtsstudium Mathematik besteht im Übergang von Schule zu Hochschule das Phänomen eines schockartigen Kontinuitätsbruchs, bei dem Hochschulmathematik als überfordernder neuer Bereich wahrgenommen wird. In der Folge entwickeln sich Überzeugungen, dass die Hochschulmathematik keine Relevanz für die professionelle Lehrtätigkeit an der Schule hat. Eine Wahrnehmung dieser sogenannten doppelten Diskontinuität kann sich negativ vom Motivationsverlust bis hin zum Studienabbruch auswirken und die spätere Unterrichtspraxis beeinflussen.
In der Session, die Input- und Arbeitsphasen umfasst, werden Konzepte für die Lehramtsausbildung (Primar- und Sekundarstufen) diskutiert, deren Ziel es ist, durch Vernetzung von Fachmathematik und Fachdidaktik die Wahrnehmung der doppelten Diskontinuität zu verringern und die Relevanz der Hochschulmathematik für die zukünftige Tätigkeit zu verdeutlichen. Weiter wird die Begleitforschung mit qualitativen wie quantitativen Anteilen diskutiert, deren Schwerpunkt die Messung der Überzeugungen zu einer doppelten Diskontinuität im Fach Mathematik, aber auch anderen Fächer des Lehramtsstudiums ist. Daraus lassen sich Schlussfolgerungen für eine Bandbreite an Fächern des Lehramtsstudiums ziehen.

Das Programm der Session wird im September unter http://www.uni-kassel.de/go/qlb-online-austausch/ verfügbar sein.

Mitwirkende:

Mitwirkende

Inhaltlicher Fokus

Aufgabe im Projekt

Prof. Dr.

Andreas Eichler

Grundschule (Fachwissenschaft)

Gymnasium und Berufsbildende Schulen (Fachdidaktik)

Konzeption der Lehrtätigkeiten, Teilprojektleitung

Viktor Isaev

Gymnasium und Berufsbildende Schulen (Fachdidaktik)

Wissenschaftliche Begleitung, Mitarbeiter

Prof. Dr.

Elisabeth Rathgeb-Schnierer

Grundschule (Fachdidaktik)

Konzeption der Lehrtätigkeiten, Teilprojektleitung

Thorsten Weber

Grundschule (Fachwissenschaft)

Wissenschaftliche Begleitung, Mitarbeiter

Ansprechpartner:
Thorsten Weber
Thorsten.Weber@uni-kassel.de

Tool und Zahl der Teilnehmenden:
Zoom, ca. 30 Teilnehmende (gegebenenfalls ist das Tool auch für mehr Personen ausgerichtet)

Slot 2
13:00 bis 15:30 Uhr

Session 4: Lehrkräftebildung kohärent und zukunftsfähig gestalten – Systematische Kooperation von Schule und Hochschule im Praxissemester

Bei der Begleitung von Studierenden im Praxissemester stehen Hochschullehrende sowie Mentorinnen Mentoren in der Schule vor der Herausforderung, ihre Angebote inhaltlich kohärent und nicht konkurrierend oder gar gegenläufig zu gestalten. An der Universität Jena wird in den QLB-Projekten DiLe und AuAu die Kooperation mit schulischen Mentorinnen und Mentoren systematisch gestärkt. In unserem digitalen Workshop wollen wir über Modelle, Chancen und Herausforderungen des Dialogs zwischen Hochschule und Schule ins Gespräch kommen. In einem Input werden die Projekte DiLe und AuAu als Beispiele für die Gestaltung des Austauschs zwischen Hochschule und Schulen kurz vorgestellt. Im zweiten Teil werden in Breakout-Sessions die Fragen: „Wo braucht Schule die Hochschule?“, „Wo braucht die Hochschule die Schule?“ und „Was sind Gelingensbedingungen für einen produktiven Austausch zwischen Schule und Hochschule?“ diskutiert. Abschließend werden die Ergebnisse in einer moderierten Diskussion zusammengeführt und eingeordnet.

Mitwirkende:
Prof. Dr. Iris Winkler (Universität Jena), Prof. Dr. Alexander Gröschner (Universität Jena), PD Dr. Karin Kleinespel (Universität Jena), Dr. Axel Weyrauch (Wenigenjena-Schule Jena) & Sylke Schiller (Gymnasium Bad Berka)

Ansprechpartner:
Sebastian Meißner
dile@uni-jena.de

Session 5: Diversität und Potenzial (in Kooperation mit der gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern „Leistung macht Schule (LemaS“)

Der thematische Fokus des Workshops richtet sich auf die Potenzialförderung (Förderung der Leistungsfähigkeit in einem weiten Sinn), adressiert die individuelle Ebene (Potenziale von Studierenden, Lehrpersonen, Schülerinnen und Schüler) und die strukturelle Ebene der beteiligten Institutionen und Fachgebiete. Das Thema „Diversität und Potenzial“ wird in verschiedenen Dimensionen erörtert:

Drei Projekte sind im Rahmen der QLB verortet, „Leistung macht Schule“ (LemaS) wird in einer weiteren BMBF-Programmlinie gefördert. Gemeinsamer Gegenstand in dem Workshop ist die Verortung der Potenzialförderung mit Blick auf heterogenitätsbezogenen Unterricht und alle drei Phasen der Lehrerbildung.

Mitwirkende:
Prof. Dr. Christian Fischer, Dipl. Psych. Professur für Erziehungswissenschaft, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Bispinghof 5/6 , 48143 Münster, fiscchr@uni-muenster.de
Prof. Dr. Kristina Peuschel, Ordinaria Deutsch als Zweit- und Fremdsprache und seine Didaktik, Universität Augsburg, Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg, kristina.peuschel@philhist.uni-augsburg.de
Prof. Dr. Gabriele Weigand, Professorin für Allgemeine Erziehungswissenschaft, Pädagogische Hochschule Karlsruhe, Bismarckstr. 10, 76133 Karlsruhe, gabriele.weigand@ph-karlsruhe.de
Dr. Günther Wolfswinkler, Koordinator des Projekts „Professionalisierung für Vielfalt“ (ProViel), Universität Duisburg-Essen, Universitätsstr. 15, 45141 Essen, guenther.wolfswinkler@uni-due.de

Die Anmeldung ist ab dem 21.09.2020 unter https://www.uni-due.de/proviel/diversitaet-potenzial/ möglich.
 

Session 6: Wie wirkt die aktuelle Lehrkräftebildung? Systematisches Monitoring durch längsschnittliche Qualitätssicherung

Viele Maßnahmen der in der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ geförderten Projekte zielen auf die Förderung und Steigerung des Kompetenzerwerbs angehender Lehrkräfte, z.B. durch innovative Lehrangebote. Der Einsatz innovativer Lehrformen, aber auch bereits die Angebote der herkömmlichen Lehramtsausbildung ziehen die entscheidende Frage nach sich, wie erfolgreich Lehramtsstudierende im Ausbildungsverlauf ihre Kompetenzen erwerben und über das Studium sowie darüber hinaus kontinuierlich aufbauen. Dabei geht es aktuell weniger um die Frage, „ob“, sondern „wie“ Lehrkräftebildung wirkt .
Vor diesem Hintergrund führen einzelne Projekte der „Qualitätsoffensive Lehrerbildung“ der Evaluation, Begleitforschung und Qualitätssicherung in eigens ausgewiesenen Handlungsfeldern bzw. Teilprojekten Maßnahmen der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung durch. Diese Session hat zum Ziel, drei ausgewählte Projekte – die Projekte der drei Standorte Essen, Hamburg und Köln – hierauf zu befragen, welche Maßnahmen ergriffen werden, um über längere Zeiträume Einblicke in die Frage, wie Lehrerbildung wirksam ist, zu erhalten. Eine Gemeinsamkeit ist hierbei, dass alle drei Standorte ein systematisches Monitoring zur Lehrkräftebildung am Standort entwickelt haben, mit dem Antworten auf Basis längsschnittlicher Qualitätssicherung gegeben werden können. Ferner sind alle drei Standorte in der Entwicklung von geeigneten Testinstrumenten zur Kompetenzerfassung aktiv.
Nach einer Einführung in die Thematik durch die Moderation werden von jedem Standort jeweils eine Präsentation zur längsschnittlichen Qualitätssicherung im Kontext des etablierten Monitorings gegeben. Die Session wird begleitet durch den für Lehrkräftebildung fachlich ausgewiesenen Rektor Prof. Dr. Horst Biedermann (Pädagogische Hochschule St. Gallen, Schweiz), der die Erkenntnisse der berichteten Qualitätssicherungsmaßnahmen einordnet und auf dieser Basis die Bedeutung von Monitoringsystemen zur Lehrkräftebildung diskutiert. Diskussionen erfolgen auch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Session.


Präsentation 1: Universität Duisburg-Essen, Projekt „Professionalisierung für Vielfalt“ (ProViel), Teilprojekt "Qualitätsentwicklung/-sicherung/ Bildungswissenschaften"
Autoren/Autorinnen: Sinja Müser (präsentierende Person), Jens Fleischer & Detlev Leutner

Titel: Dreifacher statt doppelter Praxisschock? Emotionale Erschöpfung bei Lehramtsstudierenden im Verlauf des Praxissemesters
Abstract: Zu Beginn ihrer Berufstätigkeit erleben Lehrkräfte ein hohes Beanspruchungsniveau. Dicke und Kollegen (2016) stellen zu Beginn des Vorbereitungsdienstes als auch des Berufseinstiegs einen Anstieg der emotionalen Erschöpfung fest („doppelten Praxisschock“). Hierbei scheint das bildungswissenschaftliche Wissen puffernd zu wirken. Bisher liegen kaum Daten für das in das Lehramtsstudium integrierte Praxissemester vor. Möglicherweise lässt sich sogar von einem dreifachen Praxisschock sprechen. Längsschnittlich wurde der Verlauf der emotionalen Erschöpfung (MBI) zu Beginn, nach 8 Wochen und zum Ende  des Praxissemesters von Lehramtsstudierenden (N = 219) untersucht. Ergänzend wurde vor dem Praxissemester das bildungswissenschaftliche Wissen erhoben (ESBW-Tests). Die Ergebnisse zeigen, dass auch das Praxissemester mit einem Praxisschock einhergeht: Die emotionale Erschöpfung steigt zunächst an und nimmt anschließend wieder ab. Regressionsanalysen zeigen, dass das bildungswissenschaftliche Wissen zwar nicht den Anstieg der Erschöpfung abpuffert, dessen Rückgang jedoch begünstigt


Präsentation 2: Universität Hamburg, Projekt „Professionelles Lehrerhandeln zur Förderung fachlichen Lernens“ (ProfaLe)
Autoren/Autorinnen: Jörg Doll (präsentierende Person), Dennis Meyer, Gabriele Kaiser

Titel: Längsschnittanalysen und additive Querschnittanalysen zur Entwicklung des fachdidaktischen Wissens und des Angebots fachdidaktischer Inhalte – Analysen für die Fächer Deutsch und Mathematik
Abstract: Das Projekt ProfaLe untersucht die Fragestellung, wie weit die Ergebnisse zu Entwicklungsverläufen des fachdidaktischen Wissens im Lehramtsstudium, die mit Längsschnittdaten und mit additiven Querschnittdaten gewonnen wurden, übereinstimmen. Analysiert wurden Daten angehender Lehrkräfte für das gymnasiale Lehramt bzw.  das Lehramt für die Primar-/Sekundarstufe mit dem Fach Deutsch oder Mathematik, die in den Jahren 2016 bis 2018 erhoben wurden. Für die angehenden Lehrkräfte des gymnasialen Lehramts lässt sich in beiden Fächern der Zuwachs fachdidaktischen Wissens in den additiven Querschnitten durch einen linearen Trend beschreiben. Dieses Entwicklungsmuster wird durch die Längsschnittanalysen gestützt. Für die angehenden Lehrkräfte für das Lehramt an der Primar-/Sekundarstufe I zeigen die additiven Querschnitte einen fachdidaktischen Wissenszuwachs zwischen dem ersten und dem zweiten Studienjahr, mit einem ab da konstanten Wissensstand. Dieses Verlaufsmuster ist mit den längsschnittlich gewonnenen Ergebnisse teilweise inkonsistent. Mögliche Gründe für diese unterschiedlichen Entwicklungsverläufe werden diskutiert.


Präsentation 3: Universität zu Köln, Projekt „Zukunftsstrategie Lehrer*innenbildung“ (ZuS), Handlungsfeld "Qualitätssicherung"
Autoren/Autorinnen: Johannes König (präsentierende Person), Daniela Jäger-Biehla, Kristina Gerhard

Titel: Vom Bachelor über den Master ins Referendariat: Zur (Dis-)Kontinuität des Kompetenzerwerbs angehender Lehrerinnen und Lehrer
Abstract: Verschiedene (quasi-)längsschnittliche Studien zeigen, dass mit fortschreitender Ausbildung auch Kompetenzzuwächse bei angehenden Lehrpersonen zu verzeichnen sind (z.B. Professionswissen in den Kernfächern). Jedoch liegen nur wenige differenzierte (Quasi-)Längsschnittstudien vor, die Auskunft über die Kontinuität der Zuwächse geben. Im Projekt ZuS wurde seit 2016 im Rahmen eines jährlichen Lehrkräfte-Bildungsmonitorings ein kombinierter Mehrkohorten-(Quasi-)Längsschnitt über fünf Messzeitpunkte aufgebaut, wobei zu jedem Messzeitpunkt rund 1.000 Lehramtsstudierende teilnahmen und u.a. zu ihrem pädagogischen, fachdidaktischen und inklusionsbezogenen Wissen getestet wurden. Im Vortrag werden Ergebnisse aus diesem Monitoring präsentiert, die auf einen kontinuierlichen Kompetenzzuwachs im Bachelor und beim Übergang in den Master verweisen, zugleich aber auch auf eine Stagnation gegen Ende des Master-Studiums und beim Übergang in die zweite Ausbildungsphase aufmerksam machen. Die Befunde werden in Verbindung mit Forderungen nach curricularer Kohärenz und Phasenverzahnung in der Lehrkräftebildung zur Diskussion gestellt.


Moderation: Prof. Dr. Gabriele Kaiser (Universität Hamburg, Projekt ProfaLe), Prof. Dr. Johannes König (Universität zu Köln, Projekt ZuS)

Kontakt und Anmeldung
ZuS-Qualitaetssicherung@uni-koeln.de

Tool: Zoom, ca. 100 Teilnehmende

Slot 3
16:00 bis 18:30 Uhr

Session 7: Lehrkräftebildung in Zeiten von Corona

Von den Entwicklungen rund um das Thema Corona bleibt die Projektarbeit der über 90 QLB-Projekte nicht unberührt. Besonders der Ausfall öffentlichkeitswirksamer Formate wie Tagungen und Netzwerkveranstaltungen sowie die eingeschränkten Möglichkeiten der Netzwerk- und Kooperationsarbeit führt dazu, dass die Arbeit der QLB-Projekte sowie generell der Diskurs über Lehrerbildung verstärkt auf anderen Wegen erfolgen muss, als in den letzten Jahren. Im Forum „Lehrkräftebildung in Zeiten von Corona“ möchten wir daher die Chance nutzen, um mit den Themen Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung und ‚Praxisbeispiele‘ relevante Stellschrauben einer ‚digitalisierten Lehrerbildung‘ aufzugreifen. Im Rahmen der Workshops sollen zudem die aktuellen Herausforderungen und Chancen für die QLB-Projekte vorgestellt und diskutiert werden.

Öffentlichkeitsarbeit
Workshop 1: Klasse(n)Arbeit – Der GOL Podcast
Durch den noch immer anhaltenden Wegfall öffentlichkeitswirksamer Plattformen stellen sich Fragen hinsichtlich alternativer Kommunikationswege und –kanäle, um zentrale Fragestellungen und Forschungsergebnisse der QLB-Projekte zu streuen. In diesem Workshop werden Podcasts als Möglichkeit der Organisationskommunikation vorgestellt.
Referent/-innen: Malte Werner (
Justus-Liebig-Universität Gießen, kurz: JLU), Ute Lederer (JLU), Martin Reinert (JLU), Lea Steinfeld (JLU)

Vernetzung
Workshop 2: Campusschule
Im Zuge der Pandemie konnten und können die in den Campusschulprojekten etablierten und geschätzten Präsenzformate nicht durchgeführt werden. Eine Ad-hoc-Umstellung bzw. eine vergleichbare Simulation der mitunter institutionalisierten Schnittstellen zwischen den involvierten Akteuren erschien notwendig. Im zweiten Teil des Forums wird dieser Sachverhalt aufgegriffen und am Beispiel des Campusschulprojekts Gießen der Frage nach digitalen Maßnahmen und Orten der Vernetzung nachgegangen.
Referentin: Katharina Nesseler (JLU)

Praxisbeispiele
Workshop 3_Ex currere? – Exkursion! Das Potential von Exkursionen für das historische und geschichtswissenschaftliche Lernen in Schule und Universität
Exkursionen – gestaltet als Stadtführungen, Führungen auf Burgen oder in Museen – sind Bestandteil des Schul- und Universitätslebens vieler Schüler:innen und Student:innen. Die Auseinandersetzung mit dem didaktischen Potential von Exkursionen im Fach Geschichte steht dagegen noch fast am Anfang. So kann sich die Frage stellen, ob wir tatsächlich hinaus gehen müssen. Unbedingt! – ob analog oder digital stellen Exkursionen eine wichtige Methode des historischen und geschichtswissenschaftlichen Lehrens und Lernens in Schule und Universität dar. Sie können unterschiedliche Funktionen im Rahmen einer Lehreinheit erfüllen und mit verschiedenen Mitteln gestaltet sein – unter anderem mit Apps, die Material umfangreicher und vielfältiger zur Verfügung stellen oder die Exkursion in die Unterrichtsräume holen. Wie Exkursionen genutzt werden können und welche Potentiale sie bieten, soll in diesem Workshop diskutiert werden – sowohl für den schulischen Unterricht als auch die universitäre Lehre.

Wirkort virtuell – gesellschaftswissenschaftliches Lernen durch VirtualReality-Exkursionen im Rahmen der Lehr-Lern-Gelegenheit „goAIX! – historische Orte erforschen“. Im Workshop wird zum einen das Kernkonzept von goAIX, auch in Coronazeiten Lehr-LernGelegenheiten außerhalb des regulären Schulunterrichts anzubieten, vorgestellt. Zum anderen werden jedoch anhand von von Studierenden entwickelten Einheiten Möglichkeiten aufgezeigt, lokalgeschichtlich relevante Orte sowohl in den Regelunterricht als auch in Formen des Distanzlernens einzubinden. Diese können von den Teilnehmenden erprobt und schließlich auf Grundlage der eigenen Erfahrungen sowie der Rückmeldung von Lehrkräften, die das Konzept bereits eingesetzt haben, diskutiert werden.
Referent: Kristopher Muckel, RWTH Aachen

Exkursionen als „Orte“ des Lernens und Vermittelns. Zum Einsatz digitaler Schnitzeljagd-Apps für studentische Exkursionen. Im Zentrum des zweiten Teils steht die Idee, Exkursionen als Mittel einzusetzen, um die geschichtswissenschaftlichen Fähigkeiten der Studierenden zu fördern. Ergebnisse dieser Lehrveranstaltungen sind Ausarbeitungen thematischer Pfade durch eine Stadt. Anhand zweier Beispiele soll diskutiert werden, inwieweit insbesondere Pfade in einer solchen geeignet sind, die Quellenbasierung und den Raumbezug auf einer Exkursion und somit in einer Narration herzustellen.
Referentin: Dr. Heidrun Ochs, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Workshop 4: Coronabedingte Herausforderungen im Arbeitsfeld „Schulkooperation“ des SKILL.de Projekts
Das fakultätsübergreifende Projekt „SKILL.de“ (Strategien zur Kompetenzentwicklung: Innovative Lehrformate in der Lehrerbildung, digitally enhanced) umfasst verschiedene Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Lehrerbildung an der Universität Passau. Das Arbeitsfeld „Schulkooperation: Unterricht gemeinsam entwickeln“ hat sich zur Aufgabe gesetzt, als Schnittstelle zwischen Universität und Schule zu fungieren. Im Vordergrund steht dabei die schulscharfe Unterstützung der Projektschulen bei der Umsetzung ihrer individuellen Ziele im Bereich des Unterrichtens mit und über digitale Medien. Die coronabedingten Schulschließungen mit der einher gegangenen Umstellung auf den (digitalen) Fernunterricht haben dabei einiges ins Rollen gebracht, aber auch durcheinandergewirbelt.

In diesem Workshop wird zunächst das Arbeitsfeld vorgestellt und im SKILL.de Projekt verortet. Die Besonderheiten unseres Vorhabens besteht in der engen Zusammenarbeit sowohl mit den Projektschulen als auch mit den Arbeitsfeldern des SKILL.de Projekts, die nämlich ebenso an den Fragen des digital turns im Bereich des Lehrens und Lernens arbeiten. Die Teilnehmer werden erfahren, wie sich „Corona“ auf das Vorhaben auswirkte, wie darauf reagiert wurde und welche unerwarteten Herausforderungen sich nun aufgetan haben. Der Workshop möchte das Potenzial der „Perspektive von außen“ nutzen und in Kleingruppen auf Basis eines Erfahrungsaustausches mögliche Lösungsansätze entwickeln und diskutieren. Zentrale Fragestellungen dabei sind: Vor welchen Herausforderungen steht Unterricht derzeit, welche Rolle kann die Universität dabei spielen und wie lässt sich die „Corona-Situation an den Schulen“ vielleicht sogar für eine positive Schulentwicklung (digitally enhanced) nutzen.
Referent: Lothar Löschenbrand, Universität Passau


Kontakt und Anmeldung:
Lea Steinfeld
Justus-Liebig-Universität Gießen | Zentrum für Lehrerbildung
Bismarckstraße 37 | Raum 29 | 35390 Gießen
Lea.R.Steinfeld@zfl.uni-giessen.de

Bitte geben Sie bei der Anmeldung zur Session auch den Workshop an, an dem Sie gerne teilnehmen möchten.
Anmeldeschluss ist der 15.10.2020.