"Inklusive Sprach(en)bildung. Ein interdisziplinärer Blick auf das Verhältnis von Inklusion und Sprachbildung" – Publikation aus dem Projekt FDQI-HU

Im von Mitgliedern des Projekts "Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin" (FDQI-HU) herausgegebenen Sammelband nähern sich Autoren verschiedener Disziplinen anhand unterschiedlicher Fragestellungen einer Bestimmung des Verhältnisses von Inklusion und Sprachbildung an.

Sammelband des Projekts FDQI-HU; Foto: Dr. Toni Simon

Im Sammelband "Inklusive Sprach(en)bildung" werden Ergebnisse einer interdisziplinären Arbeitstagung dokumentiert, in deren Rahmen das Verhältnis der beiden Querschnittsthemen der Lehrkräftebildung Sprachbildung und Inklusion beleuchtet wurde.

© Toni Simon

Im Projekt "Fachdidaktische Qualifizierung Inklusion angehender Lehrkräfte an der Humboldt-Universität zu Berlin" (FDQI-HU) wird Sprachbildung als immanenter Teil von Inklusion verstanden. Analysen themenbezogener Diskussionen im Rahmen von FDQI-HU haben einen Präzisierungsbedarf in Bezug auf die Bestimmung des Verhältnisses von Inklusion und Sprachbildung als Querschnittsaufgaben der Lehrkräftebildung aufgezeigt und verdeutlicht, dass eine auf Inklusion zielende Sprachbildung eine interdisziplinäre Aufgabe darstellt. Dabei stellen sich unter anderem die Fragen, wo für eine solche Sprachbildung relevante Disziplinen Schnittstellen aufweisen und wo bzw. inwiefern sie sich unterscheiden. Im Sammelband "Inklusive Sprach(en)bildung" werden Ergebnisse einer interdisziplinären Arbeitstagung dokumentiert, in deren Rahmen das Verhältnis der beiden Querschnittsthemen der Lehrkräftebildung beleuchtet wurde. In den insgesamt 13 Beiträgen sind die Disziplinen bzw. Arbeitsbereiche Sprachbildung, Inklusive Pädagogik, Gebärdensprach- und Audiopädagogik, Unterstützte Kommunikation, Spracheilpädagogik/-therapie, Allgemeine Erziehungswissenschaft, Didaktik des Sachunterrichts, Pädagogik für Menschen mit Sprach- und Kommunikationsstörungen sowie Hochschuldidaktik vertreten. Die Autor*innen nähern sich anhand unterschiedlicher Problem- bzw. Fragestellungen einer Bestimmung des Verhältnisses von Inklusion und Sprachbildung an und fassen dabei Grundlagen und verschiedene Perspektiven zusammen. Auf dieser Basis werden erste interdisziplinäre Auseinandersetzungen vorgenommen – hier kommen Fragen auf, die für eine künftige Weiterführung der Verhältnisbestimmung von Inklusion und Sprachbildung bearbeitet werden sollten.

Dieses Buch richtet sich an Forschende, Dozierende und Studierende in der Lehrkräftebildung und an alle, die sich für das Verhältnis von Inklusion und Sprachbildung interessieren.

Der Band "Inklusives Lehren und Lernen. Allgemein- und fachdidaktische Grundlagen" ist Teil der Reihe "Interdisziplinäre Beiträge zur Inklusionsforschung" im Verlag Julius Klinkhardt.


Die Herausgeber*innen:
Dr. Laura Rödel ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professional School of Education der Humboldt-Universität zu Berlin und vertritt im Projekt FDQI-HU des Arbeitsbereich Sprachbildung.
Dr. Toni Simon ist Vertretungsprofessor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Didaktik des Sachunterrichts an der Universität Siegen und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Projektes FDQI-HU.