"Inklusion im Unterricht meistern" – Implementierung eines Zusatzstudiums für Studierende aller Lehrämter an der Universität Regensburg

Die Umsetzung der Inklusion ist laut BayEUG Aufgabe aller Schulen, somit auch aller Schularten. Um Lehramtsstudierende gezielt auf die Arbeit im inklusiven Setting vorzubereiten, wurde am Lehrstuhl für Pädagogik (Grundschulpädagogik) der Universität Regensburg nun ein Zusatzstudium implementiert.

Die KOLEG-Maßnahme "Zusatzstudium Inklusion - Basiskompetenzen" wurde unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Astrid Rank konzipiert und an der Universität Regensburg eingerichtet.

Die KOLEG-Maßnahme "Zusatzstudium Inklusion - Basiskompetenzen" wurde unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Astrid Rank konzipiert und an der Universität Regensburg eingerichtet.

© Chemie BW/ Eppler

Von Susanne Gebauer und Helen Gaßner


Auf inklusiven Unterricht fachlich besser vorbereitet zu sein, das ist der Wunsch vieler Lehramtsstudierender. Der Lehrstuhl für Pädagogik (Grundschulpädagogik) der Universität Regensburg bietet ab dem Sommersemester 2019 das Zusatzstudium "Inklusion – Basiskompetenzen" an. Dieses Zusatzstudium richtet sich an Studierende aller Lehrämter.

Bereits seit 2015 gab es im Rahmen der von Bund und Ländern initiierten "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" die "kleine Schwester" des neuen Zusatzstudiums in Form eines lehrstuhlinternen Zertifikats. Nun wird das erfolgreiche Zertifikat als Zusatzstudium etabliert.

Innerhalb des Zusatzstudiums wird von einem weiten Inklusionsverständnis ausgegangen, der Fokus aber bewusst auf den Umgang mit Kindern mit (sonderpädagogischem) Förderbedarf gelegt. Über drei Semester hinweg können Studierende grundlegende Kompetenzen für inklusiven Unterricht erwerben. Sie sollen dazu befähigt werden, die individuellen Voraussetzungen der Lernenden bei der Planung von Unterricht zu berücksichtigen sowie geeignete Maßnahmen des Verhaltens- und Klassenmanagements auszuwählen. Außerdem werden die Studierenden dazu angeleitet interprofessionelle Kooperation zielführend zu gestalten und Umsetzungsmöglichkeiten inklusiver Bildung auf schulischer Ebene, unter Einbezug empirischer Befunde zur Inklusion, zu bewerten sowie zu konzipieren.

Das Zusatzstudium "Inklusion – Basiskompetenzen" (ZIB) zeichnet sich dabei durch besonders umfangreiche Praxisanteile sowie unterstützende Theoriebezüge aus. Die Studierenden sammeln wöchentliche Praxiserfahrungen in inklusiv arbeitenden Regelschulen oder sonderpädagogischen Einrichtungen. Diese Praxiserfahrungen werden durch universitäre Seminare kontinuierlich theoriefundiert vor- und nachbereitet. So zielt das ZIB darauf ab, die fachlichen Kompetenzen für inklusiven Unterricht bei den Studierenden gleichermaßen praxisnah und theoriegeleitet anzubahnen.

Das Zusatzstudium ist die Antwort auf das mehrmals geäußerte, gemeinsame Bedürfnis der Lehramtsstudierenden, über ihr reguläres Studium hinaus, fachliche Kompetenzen für inklusives Unterrichten in ihrer späteren Berufspraxis zu erwerben. Das theorie- sowie praxisgestützte Konzept des ZIB soll Studierende aller Lehrämter in diesem gemeinsamen Ziel unterstützen.