Eröffnung des bundesweiten Meta-Videoportals für die Lehrkräftebildung

An der digitalen Tagung „Lehren und Forschen mit Videos in der Lehrkräftebildung“ am 11. und 12. März 2021 haben sich über 600 Vertreterinnen und Vertreter aus allen Phasen der Lehrkräftebildung beteiligt. Anlass war die Eröffnung des bundesweiten Meta-Videoportals für die Lehrkräftebildung unterrichtsvideos.net

Die Startseite des Meta-Videoportals mit einem leeren Unterrichtsraum als Hintergrund

Die Startseite des Meta-Videoportals

© WWU Münster

Das Meta-Videoportal

Die Analyse von Unterrichtsvideos ist zu einem effektiven Mittel in der Lehrkräftebildung aller Phasen geworden, wissenschaftliche Theorien zum guten Unterricht mit authentischer Unterrichtspraxis zu verknüpfen und die Wahrnehmung und Reflexion von Unterricht zu professionalisieren. Daher sind in den vergangenen Jahren eine Reihe an Internetportalen mit Unterrichtsvideos eröffnet worden.

Damit auch alle Akteurinnen und Akteure der Lehrkräftebildung die entstandene Vielfalt an Videos effektiv erschließen und nutzen können, ist das Meta-Videoportal unterrichtsvideos.net aufgebaut worden. Es ermöglicht eine frei zugängliche und portalübergreifende Suche in über 1500 Unterrichtsvideos der acht angeschlossenen Videoportale zu allen Unterrichtsfächern und Schulformen, um (angehende) Lehrkräfte wissensbasiert und praxisbezogen zu professionalisieren.

Die Suche erlaubt es den Nutzergruppen (z. B. Hochschullehrende oder Seminarleitungen im Vorbereitungsdienst) schnell und einfach solche Videos zu finden, die für die Schulform, Jahrgangsstufe, das Fach oder/oder das Thema relevant sind. Das können ganze Unterrichtsreihen und -stunden sein, aber auch kurze Ausschnitte zu ausgewählten Themen und Analyseschwerpunkten wie  Klassenführung, Lernunterstützung, inklusiver Unterricht oder Gruppenarbeit. Das Meta-Videoportal stellt Detailinformationen zu den jeweiligen Unterrichtsvideos zur Verfügung, z. B. eine kurze Beschreibung der Stunde bzw. des Stundenausschnitts, eingesetzte Lehrmaterialien, Transkripte.

Die ausgewählten Videos können auch angeschaut werden. Dazu wird man über einen Link auf das betreffende Videoportal geleitet. Je nach Zugangsvoraussetzungen für das spezifische Video ist gegebenenfalls noch ein Registrierungsverfahren am jeweiligen Portal zu durchlaufen. Zukünftig soll ein portalübergreifendes Registrierungsverfahren implementiert werden, das Nutzenden ein direktes Anschauen der ausgewählten Unterrichtsvideos ermöglicht.

Das Meta-Videoportal wurde von den Akteurinnen und Akteuren der acht Videoportale unter Leitung der QLB-Projektgruppe „Videobasierte Lehrmodule“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster aufgebaut.

Rückblick auf die digitale Eröffnungstagung

In ihrem Einführungsvortrag gab Prof. Dr. Tina Seidel von der Technischen Universität (TU) München einen Überblick über die videobasierte Lehr-Lernforschung und ihren Beitrag zu einer verbesserten Lehrkräftebildung in Deutschland. Bei der Vorstellung der Nutzungsmöglichkeiten des Meta-Videoportals für die Suche nach geeigneten Unterrichtsvideos wurde der Wunsch deutlich, das Portal zu einer gemeinsamen Plattform für den Austausch aller Akteurinnen und Akteure der Lehrkräftebildung über videobasierte Lehrkonzepte einschließlich der Forschung auszubauen. Dadurch könnten „videobasierte Forschung und Praxisanwendungen […] Hand in Hand gehen und sich wechselseitig bereichern“, betonte Prof. Dr. Tina Seidel. In acht Workshops wurde ein Einblick in die acht angeschlossenen Videoportale und ihre Nutzung gegeben. Des Weiteren ermöglichte die digitale Posterausstellung auf der interaktiven Plattform Wonder inspirierende Diskussionen in kleinen Gesprächsgruppen zu den 71 vorgestellten videobasierten Lehr- und Forschungsprojekten, was großen Anklang fand. Der Abschlussvortrag von Prof. Dr. Manfred Holodynski und Prof. Dr. Nicola Meschede von der WWU Münster rundete die Tagung mit einer resümierenden Diskussion der 71 Poster ab mit dem Fazit, dass durch das Meta-Videoportal die Arbeit mit Videos zu einem Standard in der Lehrkräftebildung werden kann.

Die Ergebnisse der Tagung sind mit allen aufgezeichneten Vorträgen, Folien der acht Workshops und den 71 Postern auf der Veranstaltungsseite dokumentiert (siehe rechte Box). Zudem wird eine Broschüre mit den Ergebnissen publiziert.

Prof. Dr. Manfred Holodynski und Prof. Dr. Nicola Meschede leiten das QLB-Teilprojekt "Videobasierte Lehrmodule als Mittel der Theorie-Praxis-Integration" an der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster.

Dr. Verena Zucker und Dr. Robin Junker haben die wissenschaftliche Koordination des Teilprojekts inne. Robin Junker beteiligt sich zudem an der inhaltlichen und organisatorischen Abstimmung des Meta-Videoportalaufbaus.

Manuel Oellers ist an der technischen Umsetzung des Meta-Videoportals beteiligt.

Dr. Till Rauterberg ist verantwortlich für die Produktion der Unterrichtsvideos im ProVision- und ViU-Portal und ebenfalls an der technischen Umsetzung des Meta-Videoportals beteiligt.

Sabrina Konjer ist verantwortlich für das Registrierungsverfahren im ProVision- und ViU-Portal für Unterrichtsvideos der WWU Münster und ebenfalls an der technischen und organisatorischen Umsetzung des Meta-Videoportals beteiligt.