Digitales Engagement für kostenfreie Lernunterstützung in der Corona School

In der Corona-Pandemie wird insbesondere von Schülerinnen und Schülern eine schnelle Anpassung und Flexibilität im Umgang mit Lerninhalten erwartet. Um ihnen und ihren Eltern in diesen Zeiten unter die Arme zu greifen, haben vier Studierende aus Bonn und Berlin die Corona School ins Leben gerufen. Die Plattform vermittelt deutschlandweit den Kontakt zwischen Schülerinnen, Schülern und Studierenden für eine virtuelle Lernunterstützung.

Ein Kind sitzt mit Lernmaterialien vor dem Laptop und sieht auf dem Display eine Frau.

Die Corona School e.V. mit Sitz in Bonn vermittelt den Kontakt zwischen Schülerinnen, Schülern und Studierenden für eine virtuelle und kostenfreie Lernunterstützung.

© Corona School e.V.

Von Kaiya Reisch

Die Corona-Pandemie stellt uns alle auch im zweiten Lockdown vor besondere Herausforderungen. Doch insbesondere von Schülerinnen und Schüler wird eine schnelle Anpassung und Flexibilität im Umgang mit Lerninhalten erwartet. Um Eltern, Schülerinnen und Schüler während der Corona-Krise zu entlasten und für eine sichere wie zuverlässige Lernatmosphäre zu sorgen, vermittelt die Corona School e.V. den Kontakt zwischen Schülerinnen, Schülern und Studierenden für eine virtuelle und kostenfreie Lernunterstützung.

1-1-Lernunterstützung und Alternative zu Pflichtpraktika im Lehramtsstudium

Neben dieser Möglichkeit der 1-1-Lernunterstützung wurde im Projekt "Digital Lehren Lernen" eine kompensatorische Alternative für Pflichtpraktika im Lehramtsstudium entworfen, die sowohl inhaltliche als auch pädagogische, didaktische und technische Kompetenzen fördert. Lehramtsstudierende sollen ihre Schul- oder Orientierungspraktika mithilfe unserer Lösung auch während der Corona-Krise umsetzen können.

Durch eine Kombination von digitalen Gruppenlehrveranstaltungen, in welchen Studierende eine oder mehrere Unterrichtsstunden planen, entwickeln und durchführen sowie einer digitalen 1-1-Lernunterstützung, können alle Bestandteile von üblichen Lehrveranstaltungen alltagsgetreu abgebildet werden. Gruppenlehrveranstaltungen sollten sich thematisch vor allem mit der allgemeinen Lernorganisation der Schülerinnen und Schüler in Zeiten von COVID-19 beschäftigen, während die 1-zu-1-Betreuung individuelle, fachliche Lernunterstützung ermöglicht.

Im Projekt "Digital Lehren Lernen" sollen Lehramtsstudierende daher erlernen, digital, vielfältig und kreativ Wissen zu vermitteln und zu unterrichten. Der Einsatz digitaler Medien ermöglicht Lehrerinnen und Lehrern insbesondere neue Formen der Veranschaulichung und Auseinandersetzung mit Unterrichtsinhalten. Zu diesem Zweck müssen Lehrerinnen und Lehrer früh geschult und ausgebildet werden, um die notwendigen technischen Kompetenzen zu erlangen.

Unterstützung bei der Umsetzung eigener MINT-Projekte

Außerdem möchten die Stiftung Jugend forscht e.V. und die Corona School e.V. Schülerinnen und Schüler gemeinsam dabei unterstützen, eigene MINT-Projekte, also in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, umzusetzen. Daher verbinden wir motivierte Schülerinnen und Schüler mit engagierten Studierenden und "Jugend forscht"-Alumni.

Studentisches Engagement und soziale Anbindung auch in schwierigen Zeiten

Mit unserem Angebot möchten wir vor allem Schülerinnen und Schüler erreichen, die herkömmliche Nachhilfe aufgrund persönlicher, sozialer, kultureller oder finanzieller Ressourcen nicht oder nur sehr schwer wahrnehmen können. Unterstützt werden diese durch Studierende, welche sich sozial engagieren möchten. "Es fühlt sich gut an, durch die Corona School auch in diesen schwierigen Zeiten sozial angebunden zu sein und sich engagieren zu können", sagt Louise, eine Medizinstudentin aus Tübingen, die sich bei der Corona School e.V. engagiert. Das positive und dankbare Feedback der Eltern und Schülerinnen und Schüler hilft uns unser Angebot zu optimieren und an möglichst viele heranzutragen.


Kaiya Reisch ist seit der Gründung der Corona School Mitte März 2020 zuständig für Marketing, Presse und Verifizierungsgespräche mit den Studierenden.