6. Erfurter Symposium für Entwicklung und Lernen "Ein Netz für Kinder spannen: Risiken und Chancen für die Entwicklung erkennen und nutzen“

Mit einem neuen Format begann am 18. Januar 2021 das Erfurter Symposium für Entwicklung und Lernen. Zehn Beiträge zum Thema "Ein Netz für Kinder spannen: Risiken und Chancen für die Entwicklung erkennen und nutzen“ wurden auf einer Online-Plattform über einen Zeitraum von 2 Monaten vorgestellt. Veranstaltet wurde das Symposium durch das Teilprojekt "Kompetenz- und Entwicklungszentrum für Inklusion in der Lehrer:innenbildung" des Vorhabens QUALITEACH II an der Universität Erfurt. 

Schulkinder sitzen und liegen in einem Kreis zusammen

Bei dem Erfurter Symposium wird neben der frühkindlichen Entwicklungsförderung die Gesamtheit der Entwicklungs- und Lernprozesse im Kindesalter in den Blick genommen.

© BMBF/Alexandra Roth

Bereits seit 2016 fokussiert das Erfurter Symposium für Entwicklung und Lernen aktuelle Entwicklungen zu den Themen Inklusion, Diagnostik und pädagogisches Handeln. Ziel ist es dabei, Universität und Praxis zu verbinden und einen Diskurs anzuregen, Pädagoginnen und Pädagogen aktuelle Forschungsergebnisse zugänglich zu machen sowie gemeinsam mit ihnen auf unterschiedliche praktische Handlungsfelder zu transferieren.

So sollte auch unter den erschwerten Bedingungen 2021 das Erfurter Symposium angeboten werden. Statt eine Präsenzveranstaltung zu besuchen, konnten sich die interessierten Teilnehmenden auf einer Online-Plattform für das Symposium anmelden. Auf dieser Plattform wurden im Verlauf von 2 Monaten 10 Beiträge im Videoformat hochgeladen, die sich die Besucherinnen und Besucher asynchron anschauen konnten. So mussten keine festen Vortragstermine eingehalten werden und eine flexible Teilnahme war garantiert. Durch die zeitversetzte Freischaltung der Beiträge wurde das Symposium zusätzlich entzerrt.

Trotz des gewählten Formats bestand die Möglichkeit, Nachfragen an die Referenten und Referentinnen zu stellen oder persönliches Feedback zu geben. Die Fragen der Teilnehmenden sammelte und strukturierte das Organisationsteam und gab diese an die Vortragenden weiter. Anschließend wurden die Fragen in einem erneuten Beitrag beantwortet.

Die zehn vorgestellten Beiträge spiegeln thematisch die Diversität der Aufgaben und Herausforderungen in der Entwicklungs- und Lernförderung wider. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universitäten Leipzig und Erfurt gaben einen spannenden Einblick in den aktuellen Forschungsstand zur Entwicklung des Sozialverhaltens, zur Bedeutung der Peerbeziehungen und zu professionellen Kompetenzen von pädagogischen Kräften. Aus der Praxis wurden vielversprechende neue Herangehensweisen vorgestellt. So wurden neben institutionellen Hilfesystemen am Übergang Kita - Schule oder Digitalisierungsprojekten auch Ansätze der individualisierten Förderung von Kindern betrachtet. Ein besonderer Fokus wurde auf die Gefahren von Missbrauch und Diskriminierungen gelegt. Beiträge zur Beobachtung im pädagogischen Alltag und zur systemischen Beratung ergänzten das Angebot. 

So vielfältig wie das thematische Angebot war das Publikum des Symposiums. Neben Lehrkräften und Studierenden unterschiedlichster erziehungswissenschaftlicher Studiengänge wurden die Beiträge auch von heil- und sonderpädagogischen sowie medizinisch- therapeutischen Fachkräften angesehen. Daneben zählten auch Eltern und weitere Interessierte zu dem Teilnahmekreis.

Das neue Format des Erfurter Symposiums 2021 war mit fast 700Teilnehmenden ein voller Erfolg. Die Wiedergabe der Videobeiträge auf der Online-Plattform bot allen Interessierten einen einfachen Zugang zu vielfältigen Themen ohne lange Anfahrtszeiten. So war es möglich, die Inhalte des Symposiums einem breiten Publikum zugänglich zu machen.